Fastenpredigt - 4.Fastensonntag - 2 Chr 36 - Menschen, die ihr Leben nach dem Sonntag richten

22.03.09, 20:20:19 von muenster
Stellen wir uns einmal vor, die Regierung würde per Gesetz den Sonntag abschaffen? Jeder hätte zwar die Möglichkeit, einen Tag in der Woche auszuruhen; aber dies müsste nicht unbedingt am Sonntag sein. Was würde geschehen?
Stellen wir uns einmal vor, die Regierung würde per Gesetz die Arbeit abschaffen – es gäbe alle Tage „Sonntag“.
Dieser Tag ist der Tag der göttlichen Ruhe und des Durchatmens. Diese Ruhe braucht der Mensch, um wieder zu Gott zu finden und gerecht handeln zu können. Lassen wir uns nicht von den falschen Propheten in die Irre führen, die meinen, die Räder müssten sich ohne Unterbrechung drehen.
Wenn wir hier gemeinsam den Sonntag feiern, indem wir miteinander das Brot brechen und aus der Heiligen Schrift lesen, dann stehen wir in einer großen Tradition und auf einem gemeinsamen Weg in die Zukunft, die nicht besteht aus Produktion, Rentabilität und Konsum. Dann vergewissern wir uns neu unserer Gemeinschaft mit Gott.
Für Ignatius von Antiochien sind Christen Menschen, die „ihr Leben nach dem Sonntag richten“ (Brief an die Magnesier 9.Kapitel)

Münsterpfarrer Msgr. Wilfried Schumacher zur 1.Lesung des 4.Fastensonntags – 2 Chr 36 –
„Das Land bekam seine Sabbate ersetzt.“

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