Fastenpredigt 5.Fastensonntag 2010

21.03.10, 19:43:50 von muenster
In der subjektiven Empfindung scheint das Leid ewig zu sein, nimmt die Nacht der Schmerzen kein Ende, ist die Beziehung endgültig zerbrochen, bleibt der Platz immer leer, gibt es keine schnelle Erlösung. Jedes Einzelschicksal, das auf unserem Fastentuch dargestellt ist, erzählt von der Sehnsucht, das Schmerzhafte, das Bedrückende, das Aussichtslose hinter sich zu lassen, zu überwinden und Neues zu erleben.......Es ist nicht leicht, einfach nur bei jemandem auszuharren, denn es verlangt von uns, dass ich mir seine Verwundung zu eigen mache, dass ich mit ihm die Schwäche und Ohnmacht teile. Wie der Herr, der sich heute in den Staub bückt an die Seite der Ehebrecherin. Das Verweilen wird zu einem Lichtblick in der Dunkelheit, zu einem Trost in großer Traurigkeit, zu einem kleinen vielleicht unscheinbaren Hoffnungszeichen, wie das zarte Grün, das jetzt im Frühjahr überall sichtbar wird. „Seht, ich schaffe etwas Neues, schon sprosst es, merkt ihr es nicht?“

Münsterpfarrer Msgr. Wilfried Schumacher predigt im Bonner Münster.
Nachzulesen: http://www.citypastoral-bonn.de/fastenzeit2010/fastenpredigt.htm

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