Fastenpredigt am 4.Fastensonntag

14.03.10, 20:33:55 von muenster
Nicht das Weite suchen, sondern die Weite erfahren
Eine alte Geschichte (Lukas-Evangelium Kapitel 15 Verse 11ff), ein bekannter Text. Und doch durchaus aktuell. „Leben als letzte Gelegenheit“, hieß ein Buchtitel in den neunziger Jahren. Ausdruck eines Lebensgefühls: „Wir wollen alles, und zwar sofort“. Den Himmel auf Erden, maßloses Glück ohne Leid, das Paradies schon jetzt.
Wer aber dafür nur diese Erdenzeit zur Verfügung hat, der muss sich beeilen. Die Folge ist eine große Zeitknappheit, eine Überforderung auf vielen Gebieten, ein kaum einlösbarer Anspruch an andere, die in ihrer Begrenztheit jämmerlich versagen, die stetige Angst, zu kurz zu kommen. Das unendliche Glück lässt sich auf dieser endlichen Erde mit endlichen Menschen und endlichen Möglichkeiten nicht finden.
Da kann man nur noch das Weite suchen; davonlaufen wie der Sohn in unserer Geschichte. Oder aber: die Weite suchen.

Es predigt Münsterpfarrer Msgr. Wilfried Schumacher
Zum Nachlesen: http://www.citypastoral-bonn.de/fastenzeit2010/fastenpredigt.htm

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